Grippe-Impfstoff 2016/17 jetzt verfügbar

Experten raten: Vorbeugen vor neuer Grippewelle
Unten aufgeführte Grafik der Arbeitsgemeinschaft des Robert Koch Institutes zeigt die unterschiedlichen Verläufe, die die Grippe-Saison nehmen kann.

In der Grippewelle 2012/2013 gab es geschätzte 7,7 Mio. influenzabedingte Arztbesuche, nur 2004/2005 war diese Zahl höher. Die Zahl der Krankschreibungen erreichte mit geschätzten 3,4 Mio. Personen (zwischen 15 bis 59 Jahre) den höchsten Wert in den letzten zehn Jahren.
Im Vergleich dazu begann die Grippewelle 2013/2014 spät und endete früh. Mit 780.000 war die Zahl der Influenza-bedingten Arztbesuche historisch gering und betrug nur ein Zehntel des Wertes der außergewöhnlich starken Saison 2012/2013.
Die Saison 2015/2016 lag mit geschätzten 4,1 Mio Arztbesuchen und ca. 2,2 Mill. Krankschreibungen dazwischen.
Diese Angaben liefert der jetzt veröffentlichte Bericht zur Influenzasaison 2015/2016, PDF, 5 MB) der vom Robert Koch-Institut (RKI) erstellt wurde.

Der Impfstoff für die Saison 2016/2017 ist gegenüber dem Vorjahr verändert worden:
- A/California/07/2009 (H1N1) pdm 09-ähnlicher Stamm - dies ist das Virus, das die Pandemie 2009/2010 ausgelöst hat
- A/Hong Kong/4801/2014 (H3N2)-ähnlicher Stamm (verändert zum Vorjahr)
- B/Brisbane/60/2008-ähnlicher Stamm (Victoria-Linie) (verändert zum Vorjahr)

Auch in diesem Jahr haben die Krankenkassen im Rahmen von Rabattverträgen Grippeimpfstoffe bestellt, damit wird die Auswahl für gesetzlich Krankenversicherte auf einen Impfstoff begrenzt. Ich halte die Beschränkungen der Therapiefreiheit durch die Krankenkassen im Patientenwohle für unsäglich.
So gibt es z.B. auch einen 4-fachen Impfstoff, der eine zusätzliche B-Komponente enthält (immerhin sind 30% der Krankheitslast durch B-Subtypen verursacht), jedoch nicht zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen.

Grippe im Jahresvergleich

Zeitlicher Verlauf der Saison 2015 (im PopUp-Fenster, GIF-Datei, ca. 1,5 MB)

Zu empfehlen ist die Grippeschutzimpfung besonders

Sie erhalten diese Impfung während unserer Sprechzeiten ohne wesentliche Wartezeiten.

NWZ-Artikel vom 19.2.2008

NWZ-Artikel 19.2.2008

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