Informationen zur Hyposensibilisierung

Hyposensibilisierung

Hyposensibilisierung

Hyposensibilisieren bedeutet, eine Allergie durch regelmäßige (subkutane) Spritzen abzuschwächen. Dies empfiehlt Ihnen der Arzt, wenn sie Allergiestoffe (Allergene) wie Pollen, Hausstaubmilben oder Insektengift nicht ausreichend meiden können und eine Behandlung mit Medikamenten unbefriedigend ist. Bei der Mehrzahl der Behandlungen tritt eine Besserung der Beschwerden ein. Der Erfolg ist um so besser, je gründlicher die Allergene, wie beispielsweise Milben, während der Spritzenbehandlung gemieden werden. Die Hyposensibilisierung erzeugt keine neuen Allergien, sie verhindert allerdings nicht, daß sich andere, neue Allergien genauso oft wie ohne Hyposensibilisierung bilden.
Die Behandlung ist zeitaufwendig. Sie erstreckt sich über mindestens 3 Jahre. Daher verlangt sie auch von Ihnen viel Mitarbeit. Nehmen Sie an der Behandlung nur dann teil, wenn Sie sicher sind, die Zeit und Zuverlässigkeit für diese Behandlung aufzubringen. Denn bei unregelmäßiger Mitarbeit muß die Behandlung eventuell abgebrochen werden. Dann behalten Sie nicht nur ihre Allergie, es entstehen Ihrer Krankenkasse auch verlorene Kosten bis über 3.000 €, denn die Behandlungskosten dieser Heilmethode werden von der Kasse übernommen.

Damit die Hyposensibilisierung bei Ihnen Erfolg hat, beachten Sie bitte folgende Punkte:

  • Erscheinen Sie regelmäßig zu den verabredeten Terminen. Größere Zeitabstände zwischen den Spritzen zwingen den Arzt, die Menge der gespritzten Lösung herabzusetzen, wodurch der Erfolg in Frage gestellt wird. Die Zeitabstände betragen anfangs meistens eine Woche, später können größere Abstände (meist 4 Wochen ) ausreichend sein. - Kinder kommen in Begleitung Erwachsener zur Behandlung.

  • Berichten Sie vor jeder neuen Spritze, wie Sie die vorhergehende Spritze vertragen haben, insbesondere wenn eine große Schwellung am Arm nach der Spritze aufgetreten war. Teilen Sie auch mit, ob Sie eine Arzneimittelbehandlung geändert haben (bisherige Medikamente weggelassen, neue Medikamente eingenommen) oder ob Sie eine Impfung erhalten haben. Geben Sie an, ob Sie das Gefühl haben, an einem Infekt erkrankt zu sein, insbesondere, ob Sie Fieber haben. Auch eine eingetretene Schwangerschaft muß unbedingt angegeben werden.

  • Nach der Spritze müssen Sie unbedingt 30 Minuten warten und sich sofort beim Arzt, oder der Arzthelferin melden, wenn Sie Jucken, Hautausschlag, Atemnot, Husten, Unwohlsein, Schwindel, Herzklopfen oder andere Beschweren bemerken. Denn diese Beschwerden können eine Nebenwirkung der Spritze sein, die sofort behandelt werden muß. Eine solche Nebenwirkung kommt im Durchschnitt etwa bei jeder 1.000. Spritze vor, ein lebensbedrohlicher Kreislaufschock statistisch einmal auf 10.000 Spritzen.

  • Nach der Wartezeit von 30 Minuten kommen Nebenwirkungen nur noch selten vor. Gelegentlich kommt es zur Müdigkeit, bei der Sie nur eingeschränkt oder gar nicht fahrtüchtig sind. Treten einmal stärkere Beschwerden wie Atemnot, Hautausschlag oder gar Schwindel auf, so suchen Sie sofort den nächsten erreichbaren Arzt oder das nächste Krankenhaus auf. Auch ein endogenes Ekzem (atopisches Ekzem, Neurodermitis) kann sich vorübergehend verschlimmern. Verstärkt treten Nebenwirkungen nach heißem Duschen, starker körperlicher Anstrengung und nach alkoholischen Getränken auf. Meiden Sie deshalb heißes Duschen, starke körperliche Anstrengung und Alkohol für den Rest des Tages! In seltenen Fällen wird bei Unverträglichkeit der Spritzen die Behandlung vorzeitig beendet.

(In Anlehnung an die Informationsschrift des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen e.V.)

Interview zu Insektenstichen

Hier (http://www.praxisvita.de/was-hilft-gegen-juckreiz-schulmedizin-vs-naturheilkunde) können Sie eine Stellungnahme zum Juckreiz bei Insektenstichen nachlesen.

Anaphylaxie

Die Anaphylaxie ist die schwerste Form der allergischen Reaktion.
Hier kann ein informatives Video mit näheren Informationen abgerufen werden.

Letzte Änderung:

4.9.2018